ÖDP fordert mehr Gelassenheit in der Konversionsdebatte
Eine Jahrhundertaufgabe lässt sich nicht in 5 Jahren lösen.
Stets wird von allen Beteiligten betont, dass es sich bei Umnutzung der militärischen Flächen in Kitzingen um eine „Jahrhundertaufgabe“ handelt. Viel wurde nach Meinung des stellvertretende ÖDP- Vorsitzenden Martin Tröge – wenn auch oft durch Zufall – trotzdem bisher erreicht. Aus Sicht der ÖDP besteht daher kein Grund zur Hektik und unüberlegtem Handeln.
Seitens der Stadt Kitzingen besteht kein Zwang die Flächen im Bereich des ehemaligen Flugplatzes, Harvey-Barracks, zu entwickeln. Vorrangig sollten, so die ÖDP, die eigenen leerstehenden und vorfinanzierten Gewerbeflächen genutzt werden. Erst recht ist es nicht die Aufgabe der Stadt Kitzingen für den Grundstückseigentümer, der gewinnorientierten Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die Kampfmittelräumung ggf. mit Millionenbeträgen zu finanzieren. Aus Sicht der ÖDP wäre es auch denkbar, diese Flächen der Natur zurück zu geben, wenn keine sinnvolle und maßvolle Gewerbeansiedlung erfolgt. Purer Aktionismus ist es dagegen, jetzt „mit aller Gewalt“ dort vorhandene wertvolle Naturschutzflächen eines FFH- Gebietes mit Freiflächen-Photovoltaikanlagen belegen zu wollen. Wenn Photovoltaik, so der stellvertretende ÖDP-Kreisvorsitzende Reinhard Trump, dann erst einmal auf den bereits versiegelten Flächen. Außerdem versteht es die ÖDP nicht, dass die Stadt ohne Rücksicht auf die Kosten einen Sonderlandeplatz erhalten möchte. Sofern dies die einzige sinnvolle Nachnutzung der Landebahn sein sollte, steht die BImA in der Pflicht, dies auch umzusetzen. Es kann aus Sicht von M. Tröge nicht sein, dass sich der Bund als Grundstückseigentümer zurückzieht und die Stadt jetzt mit Willen der Stadtratsmehrheit auf den Kosten z.B. für die Kampfmittelräumung sitzen bleiben soll. Weiterlesen

